Das eigene Leben umzukrempeln ist ein Schritt ins Ungewisse.

Das eigene Leben umzukrempeln ist ein Schritt ins Ungewisse.

„Das eigene Leben umzukrempeln ist ein Schritt ins Ungewisse.

Man schafft es, wenn man Angst durch Hoffnung ersetzt.“

Letztes Mal habe ich behauptet: Stark sein, könnte einfach sein. Wie war das gemeint? All unserer Erlebnisse lösen Gefühle aus, die wiederum Hormone und Botenstoffe in unserem Körper aktivieren. Je nachdem welche Gefühle das waren – gute oder schlechte – wurden unterschiedliche Hormone freigegeben. Davon hängt es ab, welche Nervenzellen sich in unserem Gehirn verdrahten. Auf diese Weise werden wir auf eine bestimmte Gefühlswelt programmiert. Manche auf selbstbewusst und stark, andere auf unsicher, ängstlich oder zweifelnd.

Zum Glück lässt sich das wieder „umprogrammieren“. Das nennt man Neuroplastizität, die Fähigkeit des Gehirns sich zu ändern. Unser Gehirn will energiesparend und möglichst schnell arbeiten. Deshalb greift es immer auf „bewährte?“ Abläufe zurück. Dies allerdings ohne zu überprüfen, ob es uns damit gut geht oder ob es uns belastet. Sieht das Gehirn eine Möglichkeit, Prozesse zu optimieren, dann verändert es die Anatomie und Funktionen. Yeahhh, genau das ist unsere Chance!

Wir sind in der Lage, unsere Programmierungen selbst zu ändern. Und warum das nicht nutzen und unser Leben neu gestalten? Egal, was du bisher erlebt hast, es geht auch anders. Wir können unser Leben die Richtung geben, die wir uns wünschen. Wenn wir wissen wie das geht. Dazu müssen wir unseren Körper kennen und verstehen lernen. Wenn wir mit und nicht gegen ihn arbeiten, bietet er uns viele Möglichkeiten, ein starkes Selbstbewusstsein aufzubauen.

Warum schreibe ich dir das? Nicht, weil es mir selber schlecht ging, für mich einen Weg fand und jetzt behauptet, der muss für alle gelten. Nein, ich bin Krankenschwester und Heilpraktikerin für Psychotherapie und durch mein Studium der Bildungs- und Erziehungswissenschaft weiß ich, dass diese Behauptungen wissenschaftlich belegt sind.

Klar, natürlich habe auch ich persönlich davon profitiert. Denn ich habe genauso einen langen Weg hinter mir. Warum sollte ich damals daran zweifeln, wenn meine Eltern mir sagten, ich wäre nicht gut genug. Sie konnten all meine Spielsachen reparieren und wussten immer eine Antwort. Sollten sie sich in diesem Punkt geirrt haben? JA! Denn damals luden sie ihren Frust und ihren Stress bei mir ab. Sie hatten keine Lust, sich mit ihren Herausforderungen oder Problemen zu beschäftigen. Oft ist es einfacher, anderen die Schuld zu geben. Kinder können sich nicht wehren. Als ich das verstand, wechselte auch bei mir die Angst zu Hoffnung.

Deshalb hier meine große Bitte an dich:

Zieh in Betracht, dass deine Glaubenssätze vielleicht gar nicht wahr sind und überhaupt nicht der Realität entsprechen.

„Warum soll das denn jetzt funktionieren? Ich habe doch schon viel versucht.“ Das ist eine der typischen Antworten auf diese Aussage. Ja, vielleicht hast du schon einiges probiert, aber wenn du die biologischen Prozesse nicht mit einbeziehst, dann sorgt dein Gehirn ganz schnell dafür, dass du wieder auf die alten Muster zurückfällst. Das kann einfach nicht funktionieren.

„Ach, ich glaube das lohnt nicht. Ich lass das lieber.“ Ohhh, ein Satz, bei dem ich fast an die Decke gehe. Denn genau diese Meinung resultiert aus den falschen Glaubenssätzen. Wenn man nur lang genug hört: „Du bist … Nie wirst du … Lass es besser sein, denn du …“ glaubt man das einfach und hinterfragt es nicht mehr. Das hört heute auf!

Ich hoffe, ich konnte dich heute etwas wachrütteln. Und beim nächsten Mal erfährst du ganz praktische Tipps, die du schnell im Alltag umsetzen kannst. Damit es gleich losgehen kann mit der positiven und dauerhaften Veränderung.

Zum Schluss noch eine letzte Frage an dich: Welche Eindrücke hattest du beim Lesen? „Alles plausibel, jetzt kann es losgehen.“, oder „Schwer vorstellbar, was soll ich denn jetzt machen?“

Schreib mir gerne, ich freue mich auf deine Antwort.

Alles Liebe für dich Petra

Petra Baron

2 Kommentare

Marlene Kuewen Veröffentlicht am11:03 am - November 17, 2019

Das was du geschrieben hast kann ich nachvollziehen so sehe ich mich auch hab um Anerkennung gekämpft über 27 Jahre und hab versagt jetzt ist die angst so groß um wieder zuversagen

    Petra Baron Veröffentlicht am4:25 pm - November 17, 2019

    Liebe Marlene, vielen Dank für deine offene und persönliche Antwort.

    Ich habe deinen Kommentar gelesen und er hat mich sehr berührt, weil ich diese Situation und dieses Gefühl so gut kenne.

    Als erstes fiel mir deine Aussage auf, du hättest versagt. Dieses Gefühl entsteht, wenn jemand lange versucht etwas zu ändern und es einfach nicht klappt. Bei anderen – so zumindest der Eindruck – läuft alles leichter und besser. In den meisten Fällen sieht das nur so aus und ist in Wahrheit oft ganz anders. Auch die verstecken ihre Probleme und Sorgen. Dadurch entsteht das Gefühl, es müsste an einem selber liegen. Ich habe jahrelang gedacht, mit mir ist etwas falsch oder ich bin nicht so gut wie die anderen. Einfach, weil es bei denen immer viel leichter aussah.

    Ich weiß, das hilft dir in deiner Situation nicht weiter. Ich schreibe das, damit du nicht weiter denkst, du hättest versagt. DU HAST NICHT VERSAGT!. Ja, es läuft nicht so, wie du es erhoffst, aber du hast nicht versagt! Wenn es auf diesem Weg nicht geklappt hat, versuch einen anderen. Leider kann ich dir nicht sagen, mach mal eben kurz das und das und dann ist alles anders. Es ist ein Prozess, der genau mit diesem Satz anfängt: Ich habe nicht versagt.

    Das soll jetzt nicht überheblich oder arrogant klingen. Aber so lange du denkst, der Fehler läge bei dir, weil du es falsch oder schlecht machst, nimmst du dir selber die Möglichkeit für Veränderungen. Das wäre schade, denn du bist bestimmt ein ganz wundervoller Mensch. Mir hat man auch immer wieder gesagt, ich wäre nicht gut genug für einen neuen Job, eine neue Partnerschaft und außerdem hätte ich noch 100 andere Fehler. Da hat mir natürlich auch der Mut gefehlt. Und je mehr Rückschläge es gab und so sicherer war ich, dass die anderen Recht haben. Nein, haben sie nicht! Du hast das Recht glücklich zu sein. Wir sind gut, so wie wir sind. Du bist gut, so wie du bist. Gib bitte nicht die Hoffnung auf.

    Liebe Grüße Petra

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